Mineralsubstrate / Kultursubstrate

KLANZ Systeme na­tür­lich an­ders GmbH bie­tet Mi­ne­ral­sub­stra­te/Kul­tur­sub­stra­te auf rein mi­ne­ra­li­scher Ba­sis zur dau­er­haf­ten Be­grü­nung von Pflanzen im In­nen- und Außenbereich. Unsere Mineralsubstrate sind reine Naturprodukte und können zu 100% wieder dem ökologischen Kreislauf zugeführt werden.

 

Vulkaponic® ist ein Mi­ne­ral­substrat, bestehend aus Bims und hoch­wer­ti­gem Zeo­li­th. Das Kultursub­strat ist besonders leicht und daher bestens geeignet für die Innenbegrünung (Indoor). Es kann zudem auch hervorragend in was­ser­be­vor­ra­ten­den Sys­te­men benutzt werden.

 

Vulka­strat® ist ein Mi­ne­ral­substrat aus Bims, hochwertigem Zeo­li­th und Lava. Die Lava macht das Kultursubstrat schwerer, daher eignet sich Vulkastrat® besonders für Kübelpflanzen, Stauden und Gehölze die im Außenbereich (Outdoor) in große Gefäße gepflanzt werden. 

 

Vulkagran® Plus ist ein hoch­wer­ti­ges mineralisches Orchideensubstrat, bes­tens ge­eig­net ins­be­son­de­re für Or­chi­de­en - es kann aber auch sehr gut für Zimmerpflanzen verwendet werden. Es wur­de auf Basis von mi­ne­ra­li­schen Kom­po­nen­ten und un­se­rem be­währ­ten Torf-Zeo­lith-Dün­ger (TZD) ent­wi­ckelt. Die Kom­bi­na­ti­on von Hu­min­säu­ren, stark zer­setz­tem Hoch­moor­torf mit mi­kro­fein ver­mah­le­nem Zeo­lith so­wie er­prob­tem Mi­ne­ral­dün­ger mit Spu­re­nnähr­stof­fen führt zu op­ti­ma­lem Pflan­zen­wachs­tum.

 

Vulkaponic 2/5, Mineralsubstrat
Vulkaponic 2/5
Vulkaponic 3/8, Mineralsubstrat
Vulkaponic 3/8

Vulkastrat 2/8, Mineralsubstrat
Vulkastrat 2/8
Vulkagran Plus, Mineralsubstrat
Vulkagran Plus


KLANZ Mineralsubstrate - und wie sie funktionieren

Wasserspeicherungsvermögen und Luftporenvolumen

hohe Wasserspeicherkapazität bei gleichzeitig optimalem Luftporenvolumen

Un­se­re Mineralsub­stra­te be­ste­hen aus Bims, Zeo­li­then und zum Teil zu­sätz­lich aus La­va. Sie spei­chern das Was­ser in den Fein­po­ren im Korn. Die max. Was­ser­spei­cher­ka­pa­zi­tät (WK max) liegt zwi­schen 25 bis 40 Vol.%. Da­bei ist es wich­tig, dass gleich­zei­tig ein op­ti­ma­les Luft­po­ren­vo­lu­men vor­han­den ist. Die­ses er­rei­chen wir durch die Sieb­li­ni­en. Vul­ka­po­nic®  fängt bei ei­ner Korn­grö­ße von 3 mm an und ge­währ­leis­tet da­durch im­mer ein op­ti­ma­les Luft­po­ren­vo­lu­men.

 

Bei der klassi­schen Hy­dro­kul­tur wird mit un­ter­schied­li­chen Was­ser­stän­den im in­er­ten „Sub­strat“ ge­ar­bei­tet. Das kann da­zu füh­ren, dass im über­stau­ten Be­reich die Wur­zeln ganz oder teil­wei­se ver­bräu­nen und in Fäul­nis über­ge­hen kön­nen. Da­ge­gen be­steht der be­son­de­re Vor­teil bei was­ser­be­vor­ra­ten­den Sys­te­men - wie z.B. dem Le­chu­za-Sys­tem, das das Wasser nicht im, son­dern unter dem Sub­strat be­vor­ra­tet wird. Bei die­sen Sys­te­men kommt es da­her nicht zur man­geln­den Sau­er­stoff­ver­sor­gung in der An­stau­zone und vor al­lem nicht zu dem in sol­chen Sys­te­men oft ty­pi­schen „Klär­werks­ge­rü­chen“.

 

Die Doch­te bzw. die Erd­ke­gel mit dem Gra­nu­lat er­fül­len in was­ser­be­vor­ra­ten­den Sys­te­men be­son­de­re Auf­ga­ben:

  • Gleich­mä­ßi­ger Was­ser­trans­port durch Ka­pil­la­ri­tät an das Sub­strat
  • Rein­hal­tung des Was­ser­vor­ra­tes durch Zeo­li­the

So­lan­ge also Was­ser im Spei­cher ist, wird der un­te­re Teil des Mineralsub­stra­tes op­ti­mal mit Nähr­lö­sung ver­sorgt und kann dank sei­ner Ka­pil­la­ri­tät Was­ser und Nähr­stof­fe zu den Wur­zeln be­för­dern.

 

Als Was­ser ist in die­sem Zu­sam­men­hang ei­ne Nähr­lö­sung zu ver­ste­hen, die durch Dün­gung in un­ter­schied­li­cher Kon­zen­tra­tion er­zielt wird. 


Zeolith – Kationenaustauschkapazität (KAK)

Kanalsystem ermöglicht Aufnahme und Abgabe von Kationen

Als Zeo­li­the wer­den im All­ge­mei­nen zeo­lith­ha­lti­ge Ge­stei­ne be­zeich­net, die zum größ­ten Teil aus Mi­ne­ra­len der Zeo­lith­grup­pe be­ste­hen. Sie zäh­len zu den Ge­rüst­si­li­ka­ten. Ih­re heraus­ra­gen­den Fähig­kei­ten wer­den durch ih­re mi­ne­ra­lo­gi­sche Struk­tur her­vor­ge­ru­fen, die sich ver­ein­facht in drei Kom­po­nen­ten un­ter­tei­len lässt:

  1. Drei­di­men­sio­na­les, ne­ga­tiv ge­la­de­nes Kris­tall­git­ter aus Si­li­zi­um-
    und Alu­mi­ni­um­ox­id mit aus­ge­präg­tem Po­ren­sys­tem,
  2. Katio­nen zum La­dungs­aus­gleich,
  3. Was­ser in­ner­halb der Hoh­lräu­me.

Zu den be­son­de­ren Ei­gen­schaf­ten der Zeo­li­the zählt das ho­he und re­ver­sib­le Katio­nen-aus­tausch­ver­mö­gen (KAK). Zum Aus­gleich der ne­ga­ti­ven La­dung des Kris­tall­git­ters sind Io­nen an den äu­ße­ren und in­ne­ren Ober­flä­chen des Kris­tall­git­ters ad­sor­biert. Die Kat­io­nen kön­nen z.B. durch Am­mo­ni­um oder Schwer­me­tall­kat­io­nen er­setzt wer­den. Die Mi­ne­ra­le der Zeo­lith­grup­pe zeich­nen sich durch ei­ne aus­ge­präg­te Se­lek­ti­vi­tät für ver­schie­de­ne Kat­io­nen aus. Be­son­ders stark ist die Bin­dung zu be­stimm­ten Schwer­me­tal­len z.B. Blei, schwach hin­ge­gen die Bin­dung zu na­tür­li­cher­wei­se vor­han­de­nen Kat­io­nen (Na­tri­um, Cal­ci­um). Eine Mit­tel­stel­lung neh­men Kat­io­nen wie Ka­li­um und Am­mo­ni­um ein. Die Ad­sorp­tion von z.B. Schwer­me­tall- oder Am­mo­ni­um­io­nen ist im­mer mit dem Tausch der vor­han­de­nen Io­nen ver­bun­den. Bei ei­ner Dün­gung er­folgt ei­ne An­rei­che­rung von Nähr­stof­fen wie z.B. Am­mo­ni­um oder Ka­li­um in der Bo­den­lö­sung. Die­sem ho­hen Nähr­stoff­ge­halt, der in der Re­gel von den Pflan­zen nicht so­fort voll­stän­dig auf­ge­nom­men wer­den kann, steht ei­ne ge­rin­ge Kon­zen­tra­tion im Zeo­lith ge­gen­über.

 

Ein Teil der Nähr­stof­fe wird im Kris­tall­git­ter der Zeo­li­the ad­sor­biert und ist in die­ser Form vor der Zer­set­zung/Um­wand­lung oder der Aus­wa­schung ge­schützt. Sinkt die Nähr­stoff­kon­zen­tra­tion in der Bo­den­lö­sung, set­zen die Zeo­li­the die Nähr­stof­fe wie­der frei, sodass sie von den Pflan­zen auf­ge­nom­men wer­den kön­nen. Zeo­li­the än­dern ihre phy­si­ka­li­schen Ei­gen­schaf­ten durch den Io­nen­aus­tausch nicht. Wir ver­wen­den Zeo­li­the aus der Grup­pe der Kli­nop­ti­lo­li­the.


Die pH-Pufferung

Zeolith sorgt für eine Regulierung des pH-Wertes

Der pH-Wert ist ein Maß für die Kon­zen­tra­tion an H3O+-Io­nen (Hy­dro­ge­ni­um) und be­schreibt die Aci­di­tät ei­nes Bo­dens. H3O+-Io­nen ent­ste­hen vor al­lem durch:

  • Bil­dung von Koh­len­säu­re und or­ga­ni­schen Säu­ren durch Oxi­da­tion von Bio­masse und Wur­zel­at­mung
  • Ab­ga­be von H+-Io­nen durch die Wur­zel bei der Nähr­stoff­auf­nah­me (Kat­io­nen)
  • Ein­trag von phy­sio­lo­gisch sau­rem Dün­ger

Wäh­rend die für die Ent­ste­hung von H3O+-Io­nen ver­ant­wort­li­chen Pro­zes­se auch für Sub­stra­te gel­ten, sind mög­li­che Puf­fer­reak­tio­nen von der Sub­strat­zu­sam­men­set­zung ab­hän­gig. Zeo­li­the wir­ken in die­sem Zu­sam­men­hang fol­gen­der­ma­ßen:

  • Ab­ga­be von Nähr­stof­fen über die Bo­den­lö­sung an die Pflan­ze
  • Auf­nah­me von H+-Io­nen über Kat­io­nen­aus­tausch, d.h. Puf­fe­rung
  • Im­mo­bi­li­sie­rung von Al3+-Io­nen in­fol­ge der aus­ge­präg­ten Se­lek­ti­vi­tät und ei­nes aus­ge­zeich­ne­ten Spei­cher­ver­mö­gens für die­sen Schad­stoff

Düngung des Systems

Speicherung von Nährstoffen und bedarfsgerechte Abgabe an die Pflanze

Je hö­her die Spei­cher­ka­pa­zi­tät für Nähr­stof­fe in ei­nem Sub­strat ist, des­to we­ni­ger an­fäl­lig ist die Be­grü­nung ge­gen un­sach­ge­mä­ße Dün­gung. Bei star­ker Nähr­stoff­ver­sor­gung kön­nen über­schüs­si­ge An­tei­le vom Sub­strat, wie z.B. Vul­ka­po­nic® auf­ge­nom­men wer­den. Bei ei­ner Un­ter­ver­sor­gung kann das Mineralsub­strat Nähr­stof­fe nach­lie­fern. Die Zeo­li­the spei­chern re­ver­si­bel gro­ße Men­gen an Nähr­stof­fen. Die KAK (Kat­io­nen­aus­tausch­ka­pa­zi­tät) der ver­wen­de­ten Kli­nop­ti­lo­li­the be­trägt > 100 meq/100g.

 

Die Nähr­stoff­ver­sor­gung kann über zwei un­ter­schied­li­che We­ge er­fol­gen:

  • Mit han­dels­üb­li­chen Flüs­sig­dün­gern
  • Mit ge­coa­te­ten Lang­zeit­dün­gern

Die han­dels­üb­li­chen Flüs­sig­dün­ger ha­ben ei­ni­ge Nacht­ei­le. Sie sind zeit­auf­wen­dig in der An­wen­dung und füh­ren sehr schnell zu Prob­le­men durch fal­sche Do­sie­run­gen, wie die Pra­xis zeigt. Zu­sätz­lich wä­re es bei der Flüs­sig­dün­gung rich­tig, we­gen der un­ter­schied­li­chen Här­te­gra­de des Trink­was­sers (Härte 1–4), nur mit Re­gen­was­ser oder ent­här­te­tem Was­ser zu dün­gen.

 

Um­hüll­te „ge­coa­te­te“ Dün­ger, ge­ben die Nähr­stof­fe lang­sam ab. Sie ha­ben Hül­len, die den Dün­ger lang­sam durch­dif­fun­die­ren lässt. Das Flie­ßen des Dün­gers ist tem­pe­ra­tur- und feuch­tig­keits­ab­hän­gig. Bei­de Kri­te­ri­en sind für die In­nen­raum­be­grü­nung optimal.

 

Die Zeo­li­the ha­ben auch hier ei­nen er­heb­li­chen Vor­teil, sie speich­ern den über­schüs­si­gen Dün­ger die­ser lang­sam flie­ßen­den Nähr­stoff­quel­le, die die Pflan­zen im Mo­ment nicht auf­neh­men kön­nen, und ge­ben sie bei stär­ke­rem Be­darf wie­der ab. Ei­ne Über­dün­gung ist so leicht nicht mög­lich, und der Zeit­auf­wand re­du­ziert sich auf ca. ein bis zwei Dün­gun­gen im Jahr.