KLANZ Mineralsubstrate / Pflanzsubstrate / Kultursubstrate

Wir bie­ten Kultursubstrate auf rein mi­ne­ra­li­scher Ba­sis zur dau­er­haf­ten Be­grü­nung von Pflan­zen im In­nen- und Außenbereich an. Un­se­re Mi­ne­ral­sub­stra­te sind rei­ne Na­tur­pro­duk­te und kön­nen zu 100% wie­der dem öko­lo­gi­schen Kreis­lauf zu­ge­führt wer­den.

Unsere Kultursubstrate bestehen aus den Zuschlagstoffen Zeolith, Bims und teilweise aus Lava. Diese Vulkangesteine zeichnen sich durch folgende positive Eigenschaften aus:  

Zeolith (Klinoptilolith)

Zeolith hat die positiven Eigenschaften, dass es Wasser und Nährstoffe in hohem Maße speichert (Kationenaustauschkapazität). Zudem sorgt es u.a. für einen stabilen pH-Wert, es bindet Schwermetalle und Schadstoffe und es hat eine dauerhafte geruchs- und pilzhemmende Wirkung. Darüber hinaus speichert das Zeolith überschüssige Nährstoffe und stellt diese der Pflanze bedarfsgerecht zur Verfügung. Die Pflanzen wachsen dadurch gleichmäßiger und das Blattwerk bleibt länger grün.

Bims (Waschbims)

Bims hat ein optimales Luftporenvolumen, was optimale Bedienungen für das Wurzelwachstum schafft. Bims hat eine hohe Wasserspeicherfähigkeit und ist ein besonders leichtes vulkanisches Gestein. Daher eignet sich Waschbims hervorragend für Kultursubstrate in der Innenbegrünung (Indoor). 

Lava

Lava hat ebenfalls ein hohes Luftporenvolumen, was für gute Bedienungen für das Wurzelwachstum sorgt. Zudem gibt Lava nachhaltig Spurennährstoffe ab und sorgt für einen positiven Luft- und Wasserhaushalt. Außerdem hat Lava die positive Eigenschaft, dass es im Vergleich zu Bims ein recht hohes Eigengewicht hat und dadurch die Standfestigkeit von Pflanzen in großen Gefäßen erhöht wird (Indoor wie Outdoor). 


Unser Mineralsubstrate im Überblick:

Vulkaponic® ist ein Mi­ne­ral­sub­strat, be­ste­hend aus Bims und hoch­wer­ti­gem Zeo­li­th. Das Kultursub­strat ist be­son­ders leicht und da­her bes­tens ge­eig­net für die In­nen­be­grü­nung (Indoor). Es kann zu­dem auch her­vor­ra­gend in was­ser­be­vor­ra­ten­den Sys­te­men be­nutzt wer­den.

 

Vulka­strat® ist ein Mi­ne­ral­substrat aus Bims, hoch­wer­ti­gem Zeo­li­th und La­va. Die La­va macht das Pflanz­sub­strat schwe­rer, da­her eig­net sich unser Kultursubstrat Vulka­strat® be­son­ders für Kü­bel­pflan­zen, Stau­den und Ge­höl­ze die im Au­ßen­be­reich (Outdoor) in gro­ße Ge­fä­ße ge­pflanzt wer­den.

 

 

Vulka­gran® Plus ist ein hoch­wer­ti­ges mi­ne­ra­li­sches Or­chi­de­en­sub­strat, bes­tens ge­eig­net für Or­chi­de­en - es kann aber auch sehr gut für Zim­mer­pflan­zen ver­wen­det werden. Das Mineralsubstrat wur­de auf Ba­sis von mi­ne­ra­li­schen Kom­po­nen­ten (Bims, Zeolith und Lava) und un­se­rem be­währ­ten Torf-Zeo­lith-Dün­ger (TZD) ent­wi­ckelt. Die Kom­bi­na­ti­on von Hu­min­säu­ren, stark zer­setz­tem Hoch­moor­torf mit mi­kro­fein ver­mah­le­nem Zeo­lith so­wie er­prob­tem Mi­ne­ral­dün­ger mit Spu­re­nnähr­stof­fen führt zu einem op­ti­ma­lem Pflan­zen­wachs­tum. Außerdem ist dieses Kultursubstrat besonders feinkörnig und dadurch besonders rieselfähig.


Vulkaponic 2/5, Mineralsubstrat
Vulkaponic 2/5
Vulkaponic 3/8, Mineralsubstrat
Vulkaponic 3/8

Vulkastrat 2/8, Mineralsubstrat
Vulkastrat 2/8
Vulkagran Plus, Mineralsubstrat
Vulkagran Plus

Vulkastrat G - Zuschlagstoff für Pflanzsubstrate
Vulkagran G


KLANZ Mineralsubstrate - und wie sie funktionieren

Wasserspeicherungsvermögen und Luftporenvolumen in unseren Kultursubstraten

Un­se­re Mineralsub­stra­te be­ste­hen aus Bims, Zeo­li­th (Klinoptilolith) und zum Teil zu­sätz­lich aus La­va. Unser Pflanzsubstrat spei­chert das Was­ser in den Fein­po­ren im Korn. Die maximale Was­ser­spei­cher­-
ka­pa­zi­tät
(WK max) liegt zwi­schen 25 bis 40 Vol.%. Da­bei ist es wich­tig, dass gleich­zei­tig ein op­ti­ma­les
Luft­po­ren­vo­lu­men vor­han­den ist. Die­ses er­rei­chen wir durch die Sieb­li­ni­en in unseren Kultursubstraten.
Vul­ka­po­nic® beispielsweise  fängt bei ei­ner Korn­grö­ße von 2 mm an und ge­währ­leis­tet da­durch im­mer ein op­ti­ma­les Luft­po­ren­vo­lu­men.

 

Bei der "klassi­schen Hy­dro­kul­tur" wird mit un­ter­schied­li­chen Was­ser­stän­den im "in­er­ten Sub­strat“ ge­ar­bei­tet. (Als "inertes Substrat" bezeichnet man ein Substrat, das der Nährlösung weder Nährstoffe entzieht noch zuführt.) Das kann da­zu füh­ren, dass im über­stau­ten Be­reich die Wur­zeln ganz oder teil­wei­se ver­bräu­nen und in Fäul­nis über­ge­hen kön­nen. Da­ge­gen be­steht der be­son­de­re Vor­teil bei was­ser­be­vor­ra­ten­den Sys­te­men - wie beispielsweise dem Le­chu­za-Sys­tem, bei denen das Wasser nicht im, son­dern unter dem Kultursub­strat be­vor­ra­tet wird. Bei die­sen Sys­te­men kommt es da­her nicht zu man­geln­der Sau­er­stoff­ver­sor­gung in der An­stau­zone und vor al­lem nicht zu dem in der klassischen Hydrokultur oft ty­pi­schen „Klär­werks­ge­rü­chen“.

 

Die Doch­te oder Kordeln bzw. die Erd­ke­gel mit dem Kultursubstrat er­fül­len in was­ser­be­vor­ra­ten­den Sys­te­men be­son­de­re Auf­ga­ben:

  • Gleich­mä­ßi­ger Was­ser­trans­port durch Ka­pil­la­ri­tät an das Sub­strat
  • Rein­hal­tung des Was­ser­vor­ra­tes durch Zeo­li­the

So­lan­ge also Was­ser im Spei­cher ist, wird der un­te­re Teil des Mineralsub­stra­tes op­ti­mal mit Nähr­lö­sung ver­sorgt und kann dank der Ka­pil­la­ri­tät des Kultursubstrates werden Was­ser und Nähr­stof­fe zu den Wur­zeln be­för­dern.

 

Als Was­ser ist in die­sem Zu­sam­men­hang ei­ne Nähr­lö­sung zu ver­ste­hen, die durch Dün­gung in un­ter­schied­li­cher Kon­zen­tra­tion er­zielt wird. 


Zeolith – Kationenaustauschkapazität (KAK) unserer Mineralsubstrate

Die Fähigkeit Nährstoffe zu speichern und wieder freizugeben

Zeolith-Kanalsystem
Zeolith-Kanalsystem

Als Zeo­li­th wer­den im All­ge­mei­nen zeo­lith­ha­lti­ge Ge­stei­ne be­zeich­net, die zum größ­ten Teil aus Mi­ne­ra­len der Zeo­lith­grup­pe be­ste­hen. Sie zäh­len zu den Ge­rüst­si­li­ka­ten. Ih­re heraus­ra­gen­den Fähig­kei­ten wer­den durch ih­re mi­ne­ra­lo­gi­sche Struk­tur her­vor­ge­ru­fen, die sich ver­ein­facht in drei Kom­po­nen­ten un­ter­tei­len lässt:

  • Drei­di­men­sio­na­les, ne­ga­tiv ge­la­de­nes Kris­tall­git­ter aus Si­li­zi­um-
    und Alu­mi­ni­um­ox­id mit aus­ge­präg­tem Po­ren­sys­tem
  • Katio­nen zum La­dungs­aus­gleich
  • Was­ser in­ner­halb der Hoh­lräu­me

Zu den be­son­de­ren Ei­gen­schaf­ten vom Zeo­li­th zählt das ho­he und re­ver­sib­le Katio­nenaus­tausch­ver­mö­gen (KAK). Zum Aus­gleich der ne­ga­ti­ven La­dung des Kris­tall­git­ters sind Io­nen an den äu­ße­ren und in­ne­ren Ober­flä­chen des Kris­tall­git­ters ad­sor­biert. Die Kat­io­nen kön­nen z. B. durch Am­mo­ni­um oder Schwer­me­tall­kat­io­nen er­setzt wer­den.

 

Zeolithbrocken
Zeolithbrocken

Die Mi­ne­ra­le der Zeo­lith­grup­pe zeich­nen sich durch ei­ne aus­ge­präg­te Se­lek­ti­vi­tät für ver­schie­de­ne Kat­io­nen aus. Be­son­ders stark ist die Bin­dung zu be­stimm­ten Schwer­me­tal­len z. B. Blei, schwach hin­ge­gen die Bin­dung zu na­tür­li­cher­wei­se vor­han­de­nen Kat­io­nen (Na­tri­um, Cal­ci­um). Eine Mit­tel­stel­lung neh­men Kat­io­nen wie Ka­li­um und Am­mo­ni­um ein.

 

Die Ad­sorp­tion von z. B. Schwer­me­tall- oder Am­mo­ni­um­io­nen ist im­mer mit dem Tausch der vor­han­de­nen Io­nen ver­bun­den. Bei ei­ner Dün­gung er­folgt ei­ne An­rei­che­rung von Nähr­stof­fen wie z. B. Am­mo­ni­um oder Ka­li­um in der Bo­den­lö­sung. Die­sem ho­hen Nähr­stoff­ge­halt, der in der Re­gel von den Pflan­zen nicht so­fort voll­stän­dig auf­ge­nom­men wer­den kann, steht ei­ne ge­rin­ge Kon­zen­tra­tion im Zeo­lith ge­gen­über.

 

Ein Teil der Nähr­stof­fe wird im Kris­tall­git­ter des Zeo­li­thes ad­sor­biert und ist in die­ser Form vor der Zer­set­zung/Um­wand­lung oder der Aus­wa­schung ge­schützt. Sinkt die Nähr­stoff­kon­zen­tra­tion in der Bo­den­lö­sung, set­zt das Zeo­li­th die Nähr­stof­fe wie­der frei, sodass sie von den Pflan­zen auf­ge­nom­men wer­den kön­nen. Zeo­li­the än­dern ihre phy­si­ka­li­schen Ei­gen­schaf­ten durch den Io­nen­aus­tausch nicht.

 

Wir ver­wen­den Zeo­li­th aus der Grup­pe der Kli­nop­ti­lo­li­the.


Die pH-Pufferung unserer Mineralsubstrate

Zeolith sorgt für eine Regulierung des pH-Wertes

Der pH-Wert ist ein Maß für die Kon­zen­tra­tion an H3O+-Io­nen (Hy­dro­ge­ni­um/Wasserstoff) und be­schreibt die Acidität - den Säuregrad ei­nes Bo­dens. Hydrogenium ent­ste­hen vor al­lem durch:

  • Bil­dung von Koh­len­säu­re und or­ga­ni­schen Säu­ren durch Oxi­da­tion von Bio­masse und Wur­zel­at­mung
  • Ab­ga­be von H+-Io­nen durch die Wur­zel bei der Nähr­stoff­auf­nah­me (Kat­io­nen)
  • Ein­trag von phy­sio­lo­gisch sau­rem Dün­ger

Wäh­rend die für die Ent­ste­hung von H3O+-Io­nen ver­ant­wort­li­chen Pro­zes­se auch für Kultursub­stra­te gel­ten, sind mög­li­che Puf­fer­reak­tio­nen von der Sub­strat­zu­sam­men­set­zung ab­hän­gig. Zeo­li­th wir­kt in die­sem Zu­sam­men­hang fol­gen­der­ma­ßen:

  • Ab­ga­be von Nähr­stof­fen über die Bo­den­lö­sung an die Pflan­ze
  • Auf­nah­me von H+-Io­nen über Kat­io­nen­aus­tausch, d.h. Puf­fe­rung
  • Im­mo­bi­li­sie­rung von Al3+-Io­nen in­fol­ge der aus­ge­präg­ten Se­lek­ti­vi­tät und ei­nes aus­ge­zeich­ne­ten Spei­cher­ver­mö­gens für die­sen Schad­stoff

Düngung unserer Mineralsubstrate

Speicherung von Nährstoffen und bedarfsgerechte Abgabe an die Pflanze

Je hö­her die Spei­cher­ka­pa­zi­tät für Nähr­stof­fe in ei­nem Kultursub­strat ist, des­to we­ni­ger an­fäl­lig ist die Be­grü­nung ge­gen un­sach­ge­mä­ße Dün­gung. Bei star­ker Nähr­stoff­ver­sor­gung kön­nen über­schüs­si­ge An­tei­le vom Mineralsub­strat, wie beispielsweise unserem Vul­ka­po­nic® auf­ge­nom­men wer­den. Das Zeo­li­th spei­chert re­ver­si­bel gro­ße Men­gen an Nähr­stof­fen. Bei ei­ner Un­ter­ver­sor­gung kann das Mineralsub­strat die Nähr­stof­fe nach­lie­fern bedarfsgerecht an die Pflanze abgeben. Die KAK (Kat­io­nen­aus­tausch­ka­pa­zi­tät) des ver­wen­de­ten Zeolith (Kli­nop­ti­lo­li­the) be­trägt > 100 meq/100g.

 

Die Nähr­stoff­ver­sor­gung kann über zwei un­ter­schied­li­che We­ge er­fol­gen:

  • Mit han­dels­üb­li­chen Flüs­sig­dün­gern
  • Mit ge­coa­te­ten Lang­zeit­dün­gern

Um­hüll­te „ge­coa­te­te“ Dün­ger, ge­ben die Nähr­stof­fe lang­sam ab. Sie ha­ben Hül­len, die den Dün­ger lang­sam durch­dif­fun­die­ren lässt. Das Flie­ßen des Dün­gers ist tem­pe­ra­tur- und feuch­tig­keits­ab­hän­gig. Bei­de Kri­te­ri­en sind für die In­nen­­be­grü­nung optimal. Daher ist beispielsweise unser Vulkaponic® 2-5 bereits mit einem vollumhüllten Dünger versehen und versorgt die Pflanzen so für ca. 6-8 Monate mit Nährstoffe. Nachgedüngt werden kann z. B. mit dem Lechuza Dünger.

 

Die han­dels­üb­li­chen Flüs­sig­dün­ger ha­ben ei­ni­ge Nacht­ei­le. Sie sind zeit­auf­wen­dig in der An­wen­dung und füh­ren sehr schnell zu Prob­le­men durch fal­sche Do­sie­run­gen, wie die Pra­xis zeigt. Zu­sätz­lich wä­re es bei der Flüs­sig­dün­gung rich­tig, we­gen der un­ter­schied­li­chen Här­te­gra­de des Trink­was­sers (Härte 1–4), nur mit Re­gen­was­ser oder ent­här­te­tem Was­ser zu dün­gen.

 

Das Zeo­li­th hat hier ei­nen er­heb­li­chen Vor­teil - es speich­ert den über­schüs­si­gen Dün­ger, die die Pflan­zen im Mo­ment nicht auf­neh­men kön­nen, und ge­ben sie bei stär­ke­rem Be­darf wie­der ab. Ei­ne Über­dün­gung ist daher so leicht nicht mög­lich.